Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung

Beitraege-gesetzlich

Die Pflegeversicherung ist seit 1995 die fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland. Seither sind auch die Leistungen im Versicherungsfall gesetzlich festgeschrieben.

Aufgrund des demografischen Wandels mussten immer wieder Beitragsanpassungen vorgenommen werden. Betroffen von solchen Anspassungen waren z.B. zum 1. April 2004 die Rentner. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Beiträge zu 50 Prozent von der Rentenversicherung getragen. Heute zahlen Rentner ihren Beitrag zur Pflegeversicherung in voller Höhe alleine. Eine weitere Beitragsanpassung wurde bei Kinderlosen vorgenommen. Seit dem 1. Januar 2005 zahlen Personen ohne eigene Kinder (nach Eheschließung auch Stiefkinder oder Adoptivkinder) einen Zuschlag zur Pflegeversicherung von 0,25 Prozent ihres Einkommens.

Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung 2014/2015

Seit der Pflegereform der Großen Koalition im Jahr 2008 besteht für die Versicherten der gesetzlichen Pflegeversicherung ein allgemeiner einheitlicher Beitragssatz. Dieser liegt für 2015 bei 2,35 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens. Davon zahlt der Arbeitnehmer die Hälfte des versicherungspflichtigen Einkommens und der Arbeitgeber ebenfalls die Hälfte. Zu beachten ist dabei allerdings die Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt bei 4.125 Euro monatlich. Ab diesem Einkommen wird der Beitrag gedeckelt, steigt also trotz höherem Einkommen nicht mehr an. Die maximale Beitragshöhe zur Pflegeversicherung für einen Angestellten liegt daher bei 96,94 Euro monatlich, von denen er 48,47 Euro selbst zahlt.

Beitragszuschlag für Kinderlose

Schon seit dem 1. Januar 2005 zahlen Versicherte ohne eigene Kinder, Stief- oder Pflegekinder einen erhöhten Beitrag. Deren Beitragssatz erhöht sich um 0,25 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens. Diese Erhöhung muss allein von dem Versicherten getragen werden. Ein kinderloser Angestellter zahlt daher 2,6 Prozent seines Einkommens.

Erstattung der Pflegekosten

Übersicht der prozentualen Beiträge

Personengruppe Versicherter Arbeitgeberanteil
Angestellte außerhalb Sachsens Prozentsatz 1,175 % 1,175 %
max. Beitrag 48,47 € 48,47 €
Rentner Prozentsatz 2,35 %
max. Beitrag 96,94 €
freiwillig Versicherte Prozentsatz 2,35 %
max. Beitrag 96,94 €
Angestellter im Freistaat Sachsen Prozentsatz 1,675 % 0.675 %
max. Beitrag 69,09 € 27,84 €
Zuschlag für Kinderlose Prozentsatz + 0,25 %
max. Beitrag + 10,31  €

Gleitzone in der Pflegeversicherung

Für Geringverdiener mit einem Einkommen von maximal 450,01 bis 850,00 Euro bestehen keine vollen Abgaben an die Sozialversicherungen. In dieser sogenannten Gleitzone steigt der Arbeitnehmerbeitragssatz linear an. Zur Berechnung wird eine Formel genutzt, in der 30 Prozent dem durchschnittlichen Beitragssatz aller Sozialversicherungen aller Versicherten gegenübergestellt wird. So entsteht zur Betrachtung der Sozialabgaben ein geringeres Einkommen als eigentlich erzielt wird. Der Beitragssatz für den Arbeitgeber bleibt auch in der Gleitzone wie gehabt.

Pflegebeitrag für Sachsen und Rentner

Kosten für Privatversicherte